Wenn Sie versuchen, sich gesünder zu ernähren und sich mehr zu bewegen, sich auf der Waage jedoch kaum etwas verändert, liegt die Erklärung selten nur an einem einzigen Faktor. In einer kontrollierten Ernährungsstudie der NIH nahmen die Teilnehmenden während einer Phase mit hochverarbeiteten Lebensmitteln im Durchschnitt mehr Kalorien zu sich und an Gewicht zu, während die Phase mit minimal verarbeiteten Lebensmitteln mit Gewichtsverlust verbunden war. PubMed-Studie lesen
Kurzinfo: Daten der CDC/NCHS zeigen, dass zwischen August 2021 und August 2023 in den Vereinigten Staaten 55,0 % der täglich aufgenommenen Kalorien aus hochverarbeiteten Lebensmitteln stammten; bei Jugendlichen lag der Anteil bei 61,9 %. CDC-Datenbericht lesen
Häufige Zusatzstoffe und das Gleichgewicht im Darm
Eine häufig diskutierte Kategorie sind Emulgatoren, die vielen verpackten Lebensmitteln zugesetzt werden, um Textur, Konsistenz und Haltbarkeit zu verbessern. In einer randomisierten, kontrollierten Ernährungsstudie am Menschen wurde Carboxymethylcellulose, ein verbreiteter Emulgator, mit messbaren Veränderungen der Darmmikrobiota und des Metaboloms in Verbindung gebracht. Humanstudie auf PMC lesen
Labor- und Tierstudien zu Emulgatoren sind ein weiterer Grund dafür, dass Wissenschaftler dieses Gebiet weiterhin untersuchen. Dennoch sollten diese Ergebnisse vorsichtig interpretiert werden und nicht als Vorhersage derselben Reaktion bei jedem Menschen verstanden werden. Nature-Studie auf PMC lesen
Raffinierte Öle im Gesamtkontext der Ernährung
Raffinierte Pflanzen- und Samenöle werden häufig in Snacks, Fertiggerichten und Restaurantgerichten verwendet. Die Forschung zu Omega-6-Fettsäuren allein ist differenzierter: Eine systematische Übersichtsarbeit randomisierter Studien fand bei gesunden Erwachsenen keinen eindeutigen Anstieg klassischer Entzündungsmarker durch Linolsäure. Daher ist das gesamte Ernährungsmuster häufig wichtiger als die isolierte Betrachtung eines einzelnen Inhaltsstoffs. Systematische Übersichtsarbeit lesen
Tipp zum Etikett: Bezeichnungen wie „light“, „natürlich“ oder „fettarm“ zeigen nicht immer, wie stark ein Lebensmittel verarbeitet ist. Sinnvoller ist es, die vollständige Zutatenliste zu prüfen und darauf zu achten, wie häufig verpackte Fertigprodukte Ihre täglichen Mahlzeiten bestimmen.
Warum manche „Diät“-Entscheidungen verwirrend sein können
Produkte mit Sucralose, Aspartam oder Acesulfam-K werden häufig von Menschen gewählt, die ihren Zuckerkonsum reduzieren möchten. Beobachtungsstudien und Metaanalysen berichteten jedoch über Zusammenhänge zwischen künstlich gesüßten Getränken und dem Risiko für Adipositas. Diese Studien zeigen Muster, beweisen für sich allein jedoch keinen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Metaanalyse lesen
Ein praktischer Ansatz, den viele Fachleute hervorheben
Viele Ernährungsfachkräfte empfehlen, häufiger unverarbeitete oder minimal verarbeitete Lebensmittel zur Standardwahl zu machen: Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, hochwertige Proteinquellen, Vollkornprodukte und einfache Zutaten. Die Forschung untersucht außerdem pflanzliche Polyphenole und andere bioaktive Verbindungen im Zusammenhang mit Körperfett, Glukosestoffwechsel und Entzündungsmarkern. Diese Ergebnisse sind vielversprechend, ersetzen jedoch keine individuelle medizinische oder ernährungswissenschaftliche Beratung. Übersichtsarbeit zu Polyphenolen lesen
Die nachfolgende Präsentation ist gesponserter Marketinginhalt. Sie stellt alltägliche Zutaten vor, die manche Menschen einschränken möchten, sowie mögliche Alternativen, die sie im Rahmen einer umfassenderen Routine zur Gewichtskontrolle berücksichtigen können.